Mongolei, Das Adlerfest im Altaigebirge

Und noch einmal zum Adlerfest. 2014 waren wir zum ersten Mal hier und es hat uns so fasziniert, dass wir erneut aufgebrochen sind, die Kasachen mit ihren Goldadlern zu besuchen. Ganz im Westen der riesigen Mongolei, nahe der Stadt Olgii oder Ulgij treffen sich die in der Mongolei ansässigen Kasachen und feiern ihre uralte Kunst der Jagd mit dem gewaltigen Steinadler.

Stolze Kasachen mit ihren Goldadlern

Es sind drei Flugstunden mit der Air Mongolia, die uns zum Ausgangspunkt bringt und anders als 2014, wo wir in eiskalten Jurten übernachten mussten, sind wir dieses Mal froh, im einfachen, aber sauberen und vor allem geheizten Hotel Eagle Nest unterzukommen. Nein, absolut nicht REISEDIWAN-style, aber besser als die unsäglichen hygienischen Problemzonen unserer damaligen Jurten.

Unter den Fittichen

Das Fest ist im Jahre 2001 gegründet worden, um die Kunst der Adlerjagd aufrecht zu erhalten. Nur wenige Kasachen beherrschten in dieser abgelegenen Gegend noch die Kunst, die Adler abzurichten und mit ihnen auf Hasen- oder Fuchsjagd zu gehen. Die Adler werden als ganz junge Tiere aus den Nestern geraubt und abgerichtet, mit Hasenbälgen wird die Jagd trainiert und gerade dieses Spektakel ist wichtiger Bestandteil des Adlerfestes.

Angriff eines Steinadlers

Das Bild ist so archaisch, dass man es kaum beschreiben kann. Am Hang eines steinigen Berges liegen und lagern Gruppen der in dicke Felle gekleideten Kasachen mit ihren auffallenden traditionellen Hüten, welche ebenfalls Pelzgefüttert sind. Man begrüßt sich untereinander, bewundert die überall hockenden Adler mit ihren die Augen bedeckenden Kappen. Das Geschrei der Adler ist überall zu hören, die großen Vögel sitzen geparkt vor den Jurten, auf den speziellen Stützen am Sattel der Pferde, auf dem Unterarm ihrer Besitzer.

Parkplatz eines Goldadlers (Steinadler)

Jeder Kasache scheint, wie die Mongolen auch, auf dem Rücken seines Pferdes geboren zu sein. In Trupps, an die Soldaten Djingis Khans erinnernd, reiten sie durch die grandios- einsame Landschaft, man erwartet den großen Feldherrn der Mongolen jede Minute. Und wenn er schon nicht erscheint, so ist das nur von uns erlebte morgendliche Spektakel einer Adlerjagd auf drei lebende Füchse eine unerwartete Einlage, welche wir nie vergessen werden…

Keine Chance für den Fuchs

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