Island – Insel aus Feuer und Eis

Man nehme die Eröffnungsmelodie vom Game of Thrones, die Bilder aus dem Herrn der Ringe und die fantastischen Wikingerdarstellungen aus der Serie VIKINGS und schon weiß man sich in Island zu Hause. Abweisende und doch faszinierende Landschaften, grandiose Einsamkeit, an denen wohl jeder scheitern muss der hier nicht geboren wurde, brausende Wasserfälle und überall lebendigste Steine. Fantasie ist gefragt, nur dann lässt sich Island wirklich erleben.

Steine, Lava und Meer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thingvellier als der Versammlungsort des ältesten Parlamentes der bekannten Welt ist natürlich ein Muss für jeden Reisenden. Die Schlucht, welche die amerikanische von der europäischen Platte trennt, ist allein schon gewaltig genug, aber der Öxararfoss, der von den Wikingern in die Felsen geschlagene Wasserfall, gehört zu den Geheimnissen, wie nicht jedermann aufsucht. Ein unheimliches Gesicht im Felsen, ein Phallusartiges Steingebilde, da müssen die Alten einen Gott vor Augen gehabt haben, eine Verehrungsstätte vielleicht für Odin, die Wikinger brachten ihre Götter aus Skandinavien hier in die Wildnis mit.

Öxarafoss in der Schucht des Thingvellier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Basalthöhlen, vom Meer bedroht, Schwertgleiche graue Scheiben aus Urgestein, gleichmäßig geformte Säulen, aus der Erde geboren. An der Südküste finden sich Kathedralen, welche die Götter sich selber schufen. Der Mensch wird klein ob solcher Grüße. Grau ist der Himmel über den ebenso gefärbten Wellen, Papageientaucher schwimmen gegen die Wellen, Möwengeschrei liegt in der Luft und versteinerte Riesen bewachen die Klippen von Vik. Schwarz sind die Strände, gleichen durch die Wasserfarben und die Gischt modernen Gemälden, Maler müssen verrückt werden ob der vorgegebenen Kulissen.

 

Spielende Steine, wundervoller Basalt

 

Schwarz ist die vorherrschende Farbe der Berge, aber immer noch sind sie schneebedeckt inmitten des Sommers, eine eisige Kälte liegt über dem Land. Unser Ungetüm von Riesenjeep bahnt sich den Weg, schlecht sich den Gletscher hinauf und stöhnt und ächzt unter der Herausforderung. Allein auf einem weißen, unbekannten Planeten, in der Ferne liegen die Berggipfel wie ein Kranz um diese gleißende Schönheit, die Götter spielen mit dem Licht und unter uns liegen die Täler von Mordor.

 

Auf dem Langjökel-Gletscher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Island braucht Fantasie. Braucht die Liebe zu den Elementen, zur ungezähmten Natur. Island ist nicht zu beschreiben, jeder empfindet diese Rauheit anders. Ob man nun diese blumenlose, baumlose Strenge mag oder nicht, man muss sie einmal gesehen haben. Ich habe sie oft sehen dürfen, nur um immer wiederzukommen. Und sie anderen zu zeigen. Jenen, die nie nach Island wollten, sich Island nicht vorstellen konnten. Und nun begeistert und zugleich auch bedrückt sind. Von dem eisigen Land im Norden, dem keine Beschreibung gerecht werden kann….

 

 

Five shades of Grey

 

 

 

 

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