• Home
  • /
  • Africa
  • /
  • 7 Länder, wie Perlen an einer Schnur – mit dem Privatjet durch Afrika

7 Länder, wie Perlen an einer Schnur – mit dem Privatjet durch Afrika

Unglaublich und trotzdem wieder wahr. „Albert Ballin“, der Privatjet der Hapag-Lloyd macht sich wieder auf den Weg nach Afrika. Zum dritten Mal also versuchen wir, die absoluten Höhepunkte Afrikas in einer einzigen Reise unterzubringen. Nach gelungenem Auftakt in Zürich fliegen wir das gesamte Niltal hoch bis zum Victoriasee, der Victorianil mit den berühmten Murchison Falls ist erstes sensationelles Ziel.

 

Murchisson Falls, Uganda

Vom Boot aus beobachten wir große Familenverbände von Elefanten, ein einsamer Bulle in der Muscht leistet einem Nilpferd Gesellschaft, Krokodile riesigen Ausmasses dösen in der Sonne, warten auf ihre Gelegenheit, Eier abzulegen, junge Krokodile spielen im Wasser, Monitorwarane sind hinter den Krokodileiern her. Schreiseeadler und Goliathreiher lassen das eigentlichen Ziel, den Wasserfall, als reine Nebensache erscheinen, nicht eine Minute vergeht, wo nicht weitere Tiere und Vögel auftauchen.

 

Don't stepp on itWar vor zwei Jahren die große Migration in der Serengeti schon in vollem Gange, treffen wir hier nur auf einige große Zebraherden, wenige Gnus sind bereits angekommen, aber wir bleiben nicht stecken vor lauter Tieren, können ungehindert die Granitinseln aufsuchen und staunen nicht schlecht, als vier Löwinnen one by one auf diesen Felsen zusteuern und sich hier liebevoll begrüßend, zu einer Siesta treffen. Nicht schlecht für den Anfang, besser glaubt man, geht nicht, aber eine weitere Felsinsel weist gleich 8 Löwen auf, zwei stolze Mähnenträger, drei Weibchen, und als Triumph drei kleine Simbas, tollpatschig, von Mama ruhiggestellt, oben auf dem höchsten Felsen. Ob solcher Bilder haben wir schon fast vergessen, dass gleich fünf Minuten nach Ankunft in den weiten Savannen Ostafrikas ein Leopard elegant am Baum heruntersteigt, um im gelben Gras majestätisch zu verschwinden.

 

Soooooo süüüüßDen Victoria Wasserfall, Afrikas größten, sieht man am besten aus der Luft. An der Grenze zwischen Sambia und Zimbabwe gelegen drehen wir zwei Ehrenrunden mit dem Helikopter, staunen über den unendlich großen Sambesifluss, können den Grund des Wasserfalls nicht sehen, da durch den gewaltigen Sturz aus über hundert Metern Höhe die Tiefen eine einzig brodelnde Gischt sind. Die rauchenden Fälle sind so von Weitem sichtbar, zumindest in der richtigen Jahreszeit, im April ist der Sambesi bis zum Überlaufen gefüllt.

 

AF6A6871 (Copy)Größer kann der Kontrast nicht sein. Namibias Sanddünen scheinen den Himmel zu stützen, ihre Schattenspiele sind immer wieder faszinierend, das Dead Vlei, das tote Feld, immer wieder der Renner bei den Fotografen. Aber nie hatten wir so ein Glück mit den beschämend schönen Oryxantilopen, und als diese morgens ihre riesigen Schatten werfen, ist nur noch ehrfurchtsvolle Stimme im Ballon. Namibia aus der Götterperspektive, ein Traum!

 

Oryxschatten
Wie oft war ich in Kapstadt, wie oft war am Kap der Guten Hoffnung schlechtes Wetter. Aber auf diesem Flug ist uns das Glück einfach hold, wir genießen einen ungetrübten Blick über die Kaphalbinsel, besser bekommt man es nun wirklich nicht zusehen. Auch der Tafelberg ist ganz ohne Tischtuch, der Blick bei einem Cocktail vom Signal Hill ein Vergnügen und der Abend in einer privaten Villa voller Kunst und Traumküche könnte nicht gelungener sein. Schade, dass wir hier nicht einen Tag länger verweilen dürfen, aber wir wollen ja die Zeit nutzen, um in Botswana nochmals auf Safari zu gehen.

 

AF6A7801 (Copy)Ich bin mir nicht sicher, was schöner ist. Kenia, Tanzania oder Botswana? Nun, alle diese Länder haben eine unglaubliche Faune, nur mein Lieblingstier ist in den erstgenannten nicht zu finden. Von der herrlichen Vumbura Lodge aus, wo mich wie immer die angestellten mit ihrem Lied „Beautiful Africa“ zu Tränen rühren, bekomme ich jedes Mal die wundervollen Rappenantilopen zu sehen, dieses Mal sogar mit Nachwuchs und in zwei großen Rudeln. Da brauche ich dann keine Löwen mehr, keine weiteren Katzen, die Antilopen und die unzähligen Babyelefanten der Region sind genug, man kann nichts mehr aufnehmen, braucht Besinnung und soll diese, über das wunderbare Okavangodelta zurückfliegend nach Maun, auf den Seychellen dann auch bekommen.

 

Rappenantilopen im Okawango

Rappenantilopen im Okawango

Wenn es doch nur nicht so schwül wäre. Aber wir sind hier bislang immer nur verwöhnt worden, sieben Länder in dieser Zusammenstellung bei bislang immer nur gutem Wetter, da wollen wir den Göttern die Regenschauer verzeihen. Und wenn man in seinem eigenen Plunge Pool sitzt, ein Glas Wein in der Hand, zweifelt man manchmal ob alles nur ein Traum war. Ein Traum, den ich mir als Lektor schon zum dritten Mal erfüllen konnte, ein Traum, der jedes Fotografenherz und jedes sensible Menschenherz mit endloser Freude füllen muss!

 

 

Mein Superstar, eine Lechwe-Sumpfantilope im Sprung

Mein Superstar, eine Lechwe-Sumpfantilope im Sprung

 

 

Schreibe einen Kommentar

*